SSL-Zertifikat abgelaufen: Sofortmaßnahmen und was es für SEO bedeutet
Ein abgelaufenes SSL-Zertifikat macht deine Seite für Besucher und Google unzugänglich. Was sofort zu tun ist — und wie du es nie wieder verpasst.
Was sofort passiert
Läuft dein SSL-Zertifikat ab, zeigt der Browser jedem Besucher eine rote Sicherheitswarnung („Diese Verbindung ist nicht sicher"). Die meisten klicken weg — Conversions brechen sofort ein. Und auch Googlebot crawlt eine Seite mit ungültigem Zertifikat nur eingeschränkt oder gar nicht.
Sofortmaßnahmen
- Zertifikat erneuern. Bei Let's Encrypt:
certbot renewausführen (und prüfen, warum das Auto-Renewal nicht griff). Bei gekauften Zertifikaten: beim Anbieter neu ausstellen und einspielen. - Webserver neu laden (z. B.
systemctl reload nginx), damit das neue Zertifikat aktiv wird. - Prüfen, ob die Seite wieder per
https://ohne Warnung lädt — auchwww- und Subdomains.
Warum Auto-Renewal manchmal versagt
Let's Encrypt erneuert eigentlich automatisch — aber der Cron-Job war deaktiviert, der Port 80 für die Validierung war blockiert, oder eine Konfigurationsänderung hat den Renewal-Hook zerschossen. Das Tückische: Es fällt erst auf, wenn das Zertifikat schon abgelaufen ist — also genau dann, wenn es zu spät ist.
So verpasst du es nie wieder
Du brauchst eine Warnung, bevor das Zertifikat abläuft — nicht danach. Canary prüft täglich die Restlaufzeit deines Zertifikats und warnt dich rechtzeitig (deutlich vor Ablauf), wenn es eng wird. So hast du Tage Vorlauf statt einer roten Warnung am Montagmorgen.